Dojo

(jap. 道場, Ort des Weges)

Aikido zu lernen ist „ein Weg ohne Ende“. Es braucht viel Geduld und regelmäßiges Üben, über viele Jahre hinweg. Möglicher Streß und Frust kommen dabei nicht von Außen: Es gibt keine Wettkämpfe, kein Lehrer erwartet irgendeinen schnellen Fortschritt, kein Fortgeschrittener ist böse, wenn eine Partnerübung zum hundertsten Male nicht funktioniert. Die Ursache liegt in einem selbst: Durch überzogene Erwartungen, durch den Glauben, man müsse der Beste und Schnellste sein, oder genauso gut und schnell vorwärtskommen wie die Anderen auch, ungeachtet der eigenen Voraussetzungen, oder durch die Erwartung, sich nach drei Wochen regelmäßigen Übens bereits wirkungsvoll verteidigen zu können.

In fast allen Schriften über japanische Kampfkünste findet sich die folgende Aussage: „Der erste und schwierigste Gegner, den es zu besiegen gilt, ist das eigene Selbst!“

So ist es auch im Aikido. Zu starkes Fixiert-Sein auf schnellen Fortschritt, sowie ständiges Vergleichen mit den Anderen hindert nur am Üben - und verdirbt den Spaß.